Vernissage: Vom (Un)Menschlichen im Kriege

WANN: 07.05.2019

Am 7. Mai eröffnet in den Räumlichkeiten des Kulturzentrums Johannstadt eine Ausstellung mit Bildern dreier Maler.

 

Christian Modersohn kämpfte im Zweiten Weltkrieg an der Ostfront. Sein Auftrag war es, das Geschehen vor Ort zu malen, Szenen des Krieges in Bildern festzuhalten. Dabei machte er Begegnungen die sein Leben und seine Sicht auf den militärischen Konflikt ändern sollten. Er zeigt mit seinen Bildern die Menschen während des Krieges in ihrer Schönheit und Würde. So verdiente er sich das Vertrauen seiner "Feinde", weshalb seine Bilder einen besonders intimen Einblick gewähren. Schließlich retteten ihm sogar drei junge Russen das Leben. Die Bilder wurden der Gesellschaft zur Hilfe für Kriegsveteranen in Russland e.V. in Anerkennung ihrer langjährigen Friedens- und Erinnerungsarbeit zur Verfügung gestellt. Die Bilder wurden auch zusammen mit Zeichnungen des Dresdner Malers Prof. Hans Mroczinski, der nach der Schlacht um Stalingrad in sowjetische Gefangenschaft kam, in Russland gezeigt und auch hier wieder zusammen im Johannstädter Kulturtreff ausgestellt.

Der dritte Maler in dieser Ausstellung ist der Dresdner Kunstprofessor Dr. Adolf Böhlich. Er ist ein langjähriger Unterstützer der Gesellschaft zur Hilfe für Kriegsveteranen und spendete bereits hunderte seiner Werke für wohltätige Zwecke, welche mehrfach in Russland zur Ausstellung kamen.

Der Besuch mehrerer ehemaliger minderjähriger Häftlinge faschistischer Lager, welche anlässlich des Tages der Befreiung vom Faschismus am 8. Mai aus dem Ural sowie der Moskauer Region  für eine Woche nach Dresden reisen, soll nun als Anlass dienen, mit einer Bilderausstellung an das Unmenschliche aber eben auch das Menschliche im Krieg zu erinnern. Die Eröffnung der Ausstellung erfolgt durch Dr. Hannelore Danders, Mitbegründerin und langjährige Vorsitzende des kleinen Dresdner Vereins und wird umrahmt von einem Auftritt des Internationalen Kinderchors aus dem Haus.

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